Anschauungsmodell zur Entwicklung von Hutpilzen

Bezeichnung: SOMSO Modell BoS 226 Entwicklung von Hutpilzen
Inventarnummer: 02.01112
Technik: Modell aus SOMSO Plast®
Maße: Höhe 37cm, Breite, 47cm, Tiefe 8cm, Gewicht 2kg

In den naturkundlichen Sammlungen des Museum Lüneburg finden sich nicht nur geo- und biowissenschaftliche Originale, sondern auch wissenschaftlich exakte Modelle aus Kunststoff. Denn nicht immer eignen sich Originale, um bestimmte Sachverhalte im Rahmen einer Ausstellung zu vermitteln. So fertigt die Firma Marcus Sommer SOMSO Modelle GmbH aus Sonneberg in Thüringen seit 1876 aus SOMSO-Plast® mit Hilfe wissenschaftlicher Expertise, moderner Technik und traditioneller Handarbeit Ebenbilder der Natur.

Im Jahr 2001 erwarb das damalige Naturmuseum 35 Anschauungsmodelle dieser Firma für seine Dauerausstellung und Seminarräume. Darunter sind einheimische Amphibien, Reptilien, zwei botanische Blattquerschnitte und Hutpilze zu finden, die nun im Museum Lüneburg gelagert und kuratorisch betreut werden.

Anschauungsmodell zur Entwicklung von Hutpilzen
Das SOMSO Modell BoS 226 "Entwicklung von Hutpilzen" (Foto: Museum Lüneburg)

Ganz besonders interessant ist das SOMSO Modell BoS 226 „Entwicklung von Hutpilzen“. Im Maßstab 1:1 zeigt es die Myzelstruktur, das Primordial- und Eistadium, sowie junge und reife Fruchtkörper fünf verschiedener Hutpilzarten. Da wären der giftige Grüne Knollenblätterpilz, die schmackhafte Marone und der essbare Stadt-Champignon, der Habichtspilz und der Wurzel-Schleimrübling. Hier wird veranschaulicht, dass Pilze nicht nur aus dem an der Erdoberfläche sichtbaren Fruchtkörper bestehen, sondern dass sich hinter jeder Pilzart ein wahres Netzwerk verbirgt, welches seine Umwelt beeinflusst und verändert. Auch zeigt es, dass sich die verschiedenen Hutpilzarten in morphologisch unterschiedliche Typen einteilen lassen.

Leider ist das Modell nicht mehr ganz vollständig. So fehlen zwei Entwicklungsstufen des Stadt-Champignons und der komplette Entwicklungszyklus des Wurzel-Schleimrüblings.

(Lea Friederike Schott)

Zurück zur Übersicht Naturkundliche Objekte