Pilgern im interreligiösen Dialog

Drei Tandemführungen durch die Sonderausstellung

Besucher in der Pilgerausstellung
Unter dem Titel „Pilgern in den Weltreligionen – Stimmen aus Lüneburg“ finden drei Tandemführungen durch die Sonderausstellung im Museum Lüneburg statt, bei denen interreligiöse Perspektiven im Fokus stehen (Foto: Museumsstiftung Lüneburg)

Noch bis 1. November ist die Sonderausstellung „Pilgerspuren – Von Lüneburg an das Ende der Welt“ im Museum Lüneburg zu sehen. Bislang wurde das Thema Pilgern hier mit einem katholischen und protestantischen Blick dargestellt – nun wurde die Ausstellung um Perspektiven anderer Religionsgemeinschaften erweitert, da dem Pilgern in allen Religionen eine besondere Bedeutung zukommt. Neben Texttafeln sind verschiedene Objekte und eine Tonaufnahme hinzugekommen. Die neuen, sehr persönlichen Inhalte sind im Dialog entstanden. Dafür wurden einzelne Personen der Religionsgemeinschaften vom Museum angesprochen und zu einem Ausstellungsbesuch im Dialog mit den Kuratoren und der Kunsthistorikerin Marion Koch von der Hamburger Kunsthalle, die die Idee zu diesem Projekt hatte, eingeladen. Anschließend wurden sie gebeten, ihre Gedanken und Assoziationen zu Exponaten in Verbindung mit der eigenen gelebten Glaubensrealität in Worte zu fassen. Aus Lüneburg waren Religionsvertreter der Al Sahaba-Moschee, der Bahá’í und der Jugendorganisation der Ahmadiyya Muslim Jamaat sowie zwei Vertreter der christlichen Religionen beteiligt. Die jüdische Perspektive auf das Thema stammt von der Hamburgerin Isabel del Toro Fogelklou. Museumsleiterin Prof. Dr. Heike Düselder ist sehr dankbar: „Der interreligiöse Blick bereichert die Ausstellung ungemein und erweitert sie mit berührenden Perspektiven.“ Marion Koch berichtet: „Zwischen den Glaubensgemeinschaften in der Region gibt es bereits einen regen Austausch, der hier auf sehr schöne Art für alle sichtbar wird. Über die Ausstellungsobjekte ist ein interreligiöser und -kultureller Austausch möglich, der den Reichtum der Gesellschaft sichtbar macht.“

Passend dazu werden am 8., 15. und 20. Oktober unter dem Titel „Pilgern in den Weltreligionen – Stimmen aus Lüneburg“ Tandemführungen angeboten. Dabei tritt ein Museumsmitarbeiter mit einem Vertreter der beteiligten Religionen in der Ausstellung zu den Themen und Objekten in den Dialog – auch die Zuhörerinnen und Zuhörer sind eingeladen sich mit Fragen zu beteiligen. Beim ersten Termin sind Vertreter der Bahá’í dabei, beim zweiten Termin wird Isabel del Toro Fogelklou (Jüdin) Teil des Tandems sein und beim dritten Termin geht es um islamische Traditionen.

Die Führungen beginnen jeweils um 18 Uhr und kosten 8 Euro pro Person. Treffpunkt ist das Foyer des Museums (Eingang Willy-Brandt-Straße 1).

Da die Teilnehmerzahl auf zehn Personen begrenzt ist, ist eine Anmeldung erforderlich: buchungen {at} museumlueneburg.de | telefonisch 04131 72065-80

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