Veranstaltungen des Museumsvereins

Der Museums­verein für das Fürsten­tum Lüneburg e. V. lädt regel­mäßig, üblicher­weise mittwochs um 19:30 Uhr, zu einem öffent­lichen Vortrag über ein kultur­historisches Thema ein. Der Eintritt kostet 4 €, Vereinsmit­glieder haben freien Eintritt. Außerdem organisiert der Museumsverein in unregelmäßigen Abständen Exkursionen zu kulturhistorischen Themen, an denen auch Nicht-Mitglieder teilnehmen können.

Vortragsreihe, Winterhalbjahr 2022/23

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Mi., 12.10.22  |  19:30 Uhr

Zur Geschichte des Lüneburger Schlosses

Prof. Dr. Walther Heintzmann, Lüneburg

Landgericht

Nur wenige Lüneburger kennen das am Markt gelegene Lüneburger Schloss, in dem das Landgericht seit 1925 seinen Sitz hat. Prof. Dr. Walther Heintzmann, von 1986 bis 2004 Präsident des Landgerichts Lüneburg, wird zur Geschichte des 1694 bis 1698 gebauten Schlosses, dessen Ausstattung sowie zu den in dem Gebäude verborgenen Vorgängerbauten aus dem 16. Jahrhundert und deren Bewohnern vortragen und Bilder zeigen.

Ort: Marcus-Heinemann-Saal,  Eintritt 4 € (Vereins­mitglieder frei)

Mi., 16.11.22  |  19:30 Uhr

Äußere Mächte – Kriege und Friedensschlüsse und ihre Auswirkungen in Lüneburg

Prof. Dr. Heike Düselder, Museum Lüneburg

Beschwörung des Westfälischen Friedens

Spätestens mit Beginn des Dreißigjährigen Krieges endet für Lüneburg eine über Jahrhunderte bestehende Existenz als quasiautonome Stadtrepublik. Das Erstarken der Landesherrschaft bringt nicht nur eine Garnison und das repräsentative Stadtschloss der Welfen in die Stadt. Fortan ist auch Lüneburg eingebunden in das Handeln der europäischen Großmächte. Kriege und Friedensschlüsse haben unmittelbare Auswirkungen auf das Geschehen vor Ort. Der Vortrag thematisiert den Dreißigjährigen Krieg und Westfälischen Frieden, den Siebenjährigen Krieg und Frieden von Hubertusburg, die sog. Befreiungskriege gegen Napoleon und die großen Kriege des 20. Jahrhunderts und richtet dabei den Blick auf das Territorium und die Stadt Lüneburg.

Ort: Marcus-Heinemann-Saal,  Eintritt 4 € (Vereins­mitglieder frei)

Mi., 18.01.23  |  19:30 Uhr

Zur Geschichte des Bischofssitzes Halberstadt

Tobias Schoo, Stadtarchäologie Lüneburg

archäologische Ausgrabung in Halberstadt

Bereits im 9. Jh. n. Chr. wurde im nördlichen Harzvorland der mittelalterliche Bischofssitz Halberstadt eingerichtet, dessen wechselvolle Geschichte in zahlreichen Untersuchungen auch archäologisch nachgezeichnet werden kann. So bilden etwa die mächtigen Befestigungsanlagen und Sakralbauten der bischöflichen Burg, die frühmittelalterliche Siedlungslandschaft oder die sich im Hochmittelalter herausbildende bürgerliche Stadt Schwerpunkte im Vortrag des Stadtarchäologen Tobias Schoo.

Ort: Marcus-Heinemann-Saal,  Eintritt 4 € (Vereins­mitglieder frei)

Mi., 15.02.23  |  19:30 Uhr

Ein Ablassbrief von Nikolaus von Kues für Lüneburg

Dr. Tilo Altenburg, Lüneburg

alte Urkunde

Nikolaus von Kues gilt als bedeutender Kirchenlehrer und Diplomat des Spätmittelalters. Im Lüneburger „Prälatenkrieg“ hat er immer wieder auf der Seite des Papstes eingegriffen. Zur selben Zeit war er 1451 auf einer Deutschlandreise, um ein kirchliches „Jubeljahr“ auszurufen. In diesem Zusammenhang hat er einen Ablassbrief für die Lüneburger Johanniskirche ausgefertigt, welcher von der Forschung bisher wenig beachtet wurde. Die Zusammenhänge zwischen seiner kirchenreformatorischen und diplomatischen Tätigkeit werden in diesem Vortrag im Hinblick auf Lüneburg beleuchtet.

Ort: Marcus-Heinemann-Saal,  Eintritt 4 € (Vereins­mitglieder frei)

Mi., 15.03.23  |  19:30 Uhr

Was haben moderne Printmedien vom Lüneburger Bibeldruck gelernt

Dr. Wolfgang Schellmann, Lüneburg

Lüneburger Bibel

Kein Druckerzeugnis hat das Erscheinungsbild der modernen Printmedien stärker geprägt als der Bibeldruck. Die Bibel war über Jahrhunderte der von Druckern und Verlegern heiß umkämpfte Bestseller, um den sich allein im 17. Jahrhundert in Deutschland etwa 120 Bibelproduzenten einen erbitterten Wettbewerb lieferten. Die Sternsche Druckerei zu Lüneburg hat 200 Jahre lang an vorderster Front mitgekämpft und lange den Markt mit ihren außergewöhnlich variantenreichen Bibeleditionen dominiert, die in vieler Hinsicht nachwirkende Mediengeschichte geschrieben haben.

Ort: Marcus-Heinemann-Saal,  Eintritt 4 € (Vereins­mitglieder frei)

Mi., 17.05.22  |  19:30 Uhr

Georg Schirges aus Lüneburg und die Paulskirchenversammlung 1848

Dr. Jürgen Bönig, Hamburg, Museum der Arbeit

Georg Schirges

Der Schriftsteller Georg Schirges (1811–1879) aus einer Lüneburger Juristenfamilie gründete nicht nur 1844 den ersten Arbeiterbildungsverein in Hamburg und mit Otto Meißner den Verlag, der 1867 „Das Kapital“ von Karl Marx herausgab, sondern initiierte vor 175 Jahren mit Handwerkerund Gewerbekongressen in Hamburg und Frankfurt die wichtigste Diskussion zur Gewerbeverfassung in der Nationalversammlung vom Mai 1848 in der Paulskirche. (Jürgen Bönig, Technikhistoriker im Museum der Arbeit; u. a. Otto Meißner, Verleger des „Kapital“, Ein 1848er in Hamburg, 2022.)

Ort: Marcus-Heinemann-Saal,  Eintritt 4 € (Vereins­mitglieder frei)

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