Blick in den Ausstellungsraum der Sonderausstellung Pilgerspuren

Ausstellung „Pilgerspuren“ geht in Lüneburg zu Ende

Nur noch wenige Tage dreht sich im ersten Teil einer großen Doppelausstellung der Museen Lüneburg und Stade alles um die Pilgerreisen zu den berühmten Fernwallfahrtsstätten in Santiago de Compostela, Rom und Jerusalem. Unter dem Titel „Pilgerspuren – Von Lüneburg an das Ende der Welt“ werden im Museum Lüneburg noch bis einschließlich 1. November spannende Forschungserkenntnisse zum mittelalterlichen Wallfahrtswesen in Norddeutschland präsentiert.

Die Ausstellung erzählt Geschichten von Reisenden aus Lüneburg und anderen norddeutschen Städten und zeigt, warum sie sich auf den Weg machten, wie sie ausgerüstet waren und welche Gefahren unterwegs lauerten. Museumsdirektorin Prof. Dr. Heike Düselder berichtet: „Durch unsere Corona bedingten Schutz- und Hygienemaßnahmen konnten wir Führungen nur in Kleingruppen anbieten und nur eine begrenzte Personenzahl gleichzeitig in die Ausstellung lassen. Von daher sind wir sehr zufrieden damit, dass sich seit der Eröffnung am 26. Juli rund 4.000 Besucherinnen und Besucher auf eigene Faust auf die „Pilgerspuren“ begeben haben oder sich in einer von fast 40 Gruppen haben führen lassen.“

Sonderausstellung Pilgerspuren, Pilgermuscheln in einer Vitrine
Ausstellung „Pilgerspuren“ geht in Lüneburg zu Ende (Foto: Museumsstiftung Lüneburg)

Nach Abschluss der Ausstellung beginnt in der kommenden Woche hinter den Museumskulissen eine aufwändige Arbeit für die Kuratoren der Ausstellung: Exponate von 40 auswärtigen Leihgebern müssen konservatorisch korrekt verpackt und an Archive, Museen, Klöster und Kirchen im In- und Ausland zurückgegeben werden.

Die Ausstellung ist noch bis einschließlich 1. November zu folgenden Zeiten zu sehen: Di, Mi, Fr 11 bis 18 Uhr, Do 11 bis 20 Uhr, Sa und So 10 bis 18 Uhr. Das Lüneburger Ausstellungsticket berechtigt anschließend zum kostenfreien Eintritt in den zweiten Teil der Doppelausstellung der Museen Stade: „Pilgerspuren – Wege in den Himmel“ ist noch bis 14. Februar 2021 im Museum Schwedenspeicher zu sehen. Hier erfahren Besucherinnen und Besucher – ausgehend von den spektakulären Pilgerzeichenfunden aus dem historischen Hansehafen in Stade – wo sich im Mittelalter in Norddeutschland Pilgerwege und Wallfahrtsorte befanden. Anhand der Bildzeichen werden die vielfältigen Geschichten hinter den früheren Pilgerstätten erzählt und der Blick eröffnet, auf die Menschen, die sich auf die Reise machten.

Weitere Informationen zur Ausstellung in Lüneburg: „Pilgerspuren – Orte · Wege · Zeichen“
Weitere Informationen zur Ausstellung in Stade: „Pilgerspuren – Wege in den Himmel“ im Schwedenspeicher

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