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Die Sonderausstellung „Kinder im KZ Bergen-Belsen“ muss leider auf unbestimmte Zeit verschoben werden.

Kinder im KZ Bergen-Belsen

Eine Ausstellung der Gedenkstätte Bergen-Belsen

29. März – 24. Mai 2020

Im KZ Bergen-Belsen befanden sich unter den rund 120.000 inhaftierten Menschen aus fast allen europäischen Ländern auch etwa 3.500 Kinder unter 15 Jahren. Der jüngste Häftling, der im April 1945 von britischen Truppen befreit wurde, war nur einen Tag alt. Die meisten Kinder wurden als Juden verfolgt, andere gehörten zur Gruppe der Sinti und Roma oder waren mit ihren Müttern aus politischen Gründen inhaftiert worden.

Viele Kinder starben an Hunger, Krankheiten, Seuchen und Gewalt. Die Überlebenden waren für ihr ganzes Leben durch die körperlichen und seelischen Qualen geprägt.

Die Ausstellung dokumentiert erstmals die Geschichte der jüngsten Opfer des KZ Bergen-Belsen. Anhand von Einzelschicksalen werden die spezifischen Lebensbedingungen und Verhaltensformen von Kindern in einem Konzentrationslager dargestellt.

Die Hilfsmaßnahmen nach der Befreiung für überlebende Kinder sowie deren oft lebenslange Auseinandersetzung mit dem Erlebten stellen weitere Schwerpunkte dar.

Ort: Foyer Wandrahmstraße,  Eintritt 3 €

Begleitprogramm

So., 29.03.20, 11:30 Uhr  |  Ausstellungs­eröffnung

Ausstellungseröffnung

Grußworte: Prof. Dr. Heike Düselder, Museum Lüneburg,
Pia Steinrücke, Hansestadt Lüneburg,
Dr. Jens-Christian Wagner, Stiftung niedersächsische Gedenkstätten

Ansprache: Celino Bleiweiss, Kinderüberlebender des KZ Bergen-Belsen
Inhaltliche Einführung: Diana Gring, Gedenkstätte Bergen-Belsen

Musik: Katrin und Eva Christine Westphal

Ort: Foyer Wandrahmstraße,  Eintritt frei

So., 29.03.20, 14:30 Uhr  |  Kuratorenführung

Vortrag mit Kuratorenführung

Diana Gring

Die Historikerin Diana Gring stellt die historischen Hintergründe, die Konzeption und die Inhalte der Ausstellung vor. Sie gibt Einblicke in die Forschungs- und Entwicklungsgeschichte des Projektes und erläutert einzelne Themen, Biografien und Exponate.

Ort: Foyer Wandrahmstraße,  Eintritt 3 €

Mo., 30.03.20, 19 Uhr  |  Zeitzeugengespräch
Celino Bleiweiss

Zeitzeugengespräch mit Celino Bleiweiss

Ein Gespräch über das Leben und Überleben, über Kinderjahre im KZ Bergen-Belsen und den Begriff der Heimat

Biografische Notizen und Moderation: Diana Gring

Ort: Marcus-Heinemann-Saal,  Eintritt 3 €

Do., 09.04.20, 19 Uhr  |  Filmvorführung

„Mein blauer Vogel fliegt“

Filmszene

Eine Gruppe polnischer Jungen wird in ein Konzentrationslager eingeliefert und einem deutschen politischen Häftling unterstellt. Ein Kampf um das Überleben beginnt … Der Spielfilm (DDR, 1975, 78min) beruht auf einer wahren Geschichte aus dem KZ Buchenwald. Regie führte Celino Bleiweiss, der als Kind das KZ Bergen-Belsen überlebte.

Ort: Marcus-Heinemann-Saal (Eingang Wandrahmstraße),  Eintritt 3 €

So., 26.04.20, 14:30 Uhr  |  Vortrag

Das Trauma des Holocaust – Folgen der Verfolgung bei Kinderüberlebenden

Diana Gring

Die Kinder, die die nationalsozialistischen Lager überlebten, waren meist für ihr ganzes Leben durch die seelischen und körperlichen Folgen der Verfolgung geprägt. Anhand von einzelnen Lebensgeschichten und Ausschnitten aus Zeitzeugen-Interviews werden Menschen vorgestellt, die sich zwischen Extremtraumatisierung und Bewältigung bewegen.

Ort: Foyer Wandrahmstraße,  Eintritt 3 €

Do., 07.05.20, 19 Uhr  |  Vortrag

Ein Heim für jüdische Kinder in Lüneburg

Nicola Schlichting

Die britische Jewish Relief Unit richtete 1945 in Lüneburg ein Kinderheim für jüdische Kinder ein, die aus Konzentrationslagern befreit worden waren. Die Historikerin Nicola Schlichting (Gedenkstätte Bergen-Belsen) stellt dieses Heim vor und thematisiert den Umgang mit den Überlebenden durch die Hilfsorganisationen in der Nachkriegszeit.

Ort: Marcus-Heinemann-Saal (Eingang Wandrahmstraße),  Eintritt 3 €

So., 24.05.20, 19 Uhr  |  Szenische Lesung

„Irma Grese“

Im Herbst 1945 fand in Lüneburg der erste alliierte Gerichtsprozess wegen NS-Verbrechen in Auschwitz und Bergen-Belsen statt. Unter den Angeklagten zog die 22jährige SS-Aufseherin Irma Grese ein besonderes öffentliches Interesse auf sich. Sie wurde zum Tode verurteilt und hingerichtet. Die szenische Lesung skizziert mit Texten von und über Irma Grese eine zum Mythos gewordene Täterin und ihre Beteiligung an den NS-Massenverbrechen.

Eine Kooperationsveranstaltung mit der Gedenkstätte Bergen-Belsen.

Ort: Marcus-Heinemann-Saal (Eingang Wandrahmstraße),  Eintritt 3 €

Weitere Informationen: Webseite der Gedenkstätte Bergen-Belsen

sw-Fotografie: zwei Kinder in einem kahlen Zimmer sw-Fotografie: Kindergruppe hinter Stacheldraht

Kinder im befreiten KZ Bergen-Belsen, April 1945 (Foto: © Imperial War Museum, London)

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